Sehen Sie sich dieses Anwendungsbeispiel einer Bearbeitungslinie für Kathodenkohlenblöcke an und wie Dinosaw Machine die Ausrichtung, Kantenbearbeitung, Nutenbearbeitung, Boden-Trennschnitt mittels Seilsäge und Integration in vorhandene Linien verknüpfte.

Der Kunde war ein Hersteller von Kohlenstoffprodukten mit einem bestehenden Fertigungsstandort. Es handelte sich nicht um einen Neubau: Die Werkhalle war bereits in Betrieb, mit laufenden Produktionslinien, festen Säulen und markierten Durchgängen, die nicht verändert werden konnten. Ziel der Erweiterung war die Integration einer vollständigen Bearbeitungslinie für Kathodenkohlenblöcke – einschließlich Auflage, hydraulischer Ausrichtung, Prüfung, Kantenbearbeitung, Nutenbearbeitung, Seilsäge-Bodentrenschnitt und Abtransport – und die nahtlose Anbindung dieser neuen Linie an den vorhandenen Produktionsfluss, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen.

Sie wandten sich an Dinosaw Machine, weil frühere Erfahrungen mit dem separaten Zukauf von Einzelmaschinen die Kosten unpassender Schnittstellen deutlich gemacht hatten: Immer wenn Kantenbearbeitung, Nutenbearbeitung und Übergabe durch verschiedene Anbieter abgedeckt wurden, summierten sich die Positionsfehler an jeder Schnittstelle und nachgelagerte Stationen mussten deutlich mehr Zeit für Korrekturen als für eigentliche Bearbeitung aufwenden. Entscheidend war daher die Verantwortung für ein durchgängiges Linienkonzept aus einer Hand, nicht eine Ansammlung von Einzelmaschinen unterschiedlicher Hersteller, die nur auf dem Papier integriert sind.

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Kathodenkohlenblock-Nutenbearbeitung: Herausforderungen der verketteten Linie

  • Eingehende Kathodenkohlenblöcke konnten nicht alle denselben Weg für Kantenbearbeitung und Nutenbearbeitung durchlaufen, ohne vorherige Identifikation und Sortierung.

  • Wurden Transfer, Kantenbearbeitung und Nutenbearbeitung separat beschafft, konnte jede Schnittstelle neue Positionsfehler oder lokale Beschädigungen einbringen.

  • Im Werk bestanden bereits markierte Durchgänge, Säulen und Wartungsflächen, sodass sich das Linienlayout an die vorhandene Infrastruktur anpassen und nicht eine Idealplanung voraussetzen durfte.

  • Sobald mehrere Stationen miteinander verknüpft wurden, konnte eine geringe Abweichung am Linienanfang sich in Nutenunregelmäßigkeiten, zusätzlicher Wartezeit oder manuellem Nacharbeiten am Linienende niederschlagen.

Stationsabfolge für Kathodenkohlenblock-Kantenbearbeitung und Nutenbearbeitung

Oberste Priorität hatte die Stabilisierung des Blocks vor Beginn des Tiefschnitts. Ohne verlässliche Ausrichtung und frühzeitige Inspektion würde jede Lageabweichung des zugeführten Blocks an jeder nachfolgenden Station übernommen – Toleranzen bei der Kantenbearbeitung würden abdriften, Nutpositionen sich verschieben und die Seilsäge müsste mit Korrekturen reagieren, statt einen präzisen Schnittverlauf abzufahren. Das Be- und Entladen, die Ausrichtung sowie die Kontrolle wurden deshalb als verpflichtende Vorsequenz angelegt und nicht als optionale Schritte für den schnellen Durchlauf betrachtet.

Danach hatte jede Station eine klar definierte Funktion. Die Kantenbearbeitung erfolgte an den beiden Längsseiten. Wenden und Übergabe führten den Block in die nächste Bearbeitungsrichtung. Die Mehrblattsäge ausgelegt auf Nutmuster ermöglichte eine effiziente Geometrie. Die nachfolgende Seilsäge realisierte den Bodentrennschnitt mit maximaler Schnittbahnkontrolle. Am Ende folgten Austrag, Sammelstelle und die finale Verbindung in die Bestandslinie. Jede Übergabe war so ausgelegt, Positionen zu gewährleisten und keinen erneuten Korrekturpunkt einzubringen – denn ein einzelner Korrekturpunkt in einer verketteten Linie bleibt nicht auf eine Station begrenzt.

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Integration einer Kathodenkohlenblock-Bearbeitungslinie in eine laufende Werkhalle

Die Planung im Bestand bedeutete, dass das Layout der Linie keiner Idealvorstellung folgen konnte. Im Lageplan waren bereits Durchgänge, Stützen, klar getrennte Materialzufuhr und -austrag sowie offene Wartungsflächen ausgewiesen. Ein einziger großdimensionierter Maschinenkörper hätte unweigerlich mindestens einen Durchgang blockiert und die Wartung erschwert. Daher wurde die Linie modular aufgebaut: Jeder Funktionsbereich beanspruchte eine definierte Stellfläche, die Transportwege zwischen den Stationen orientierten sich am verfügbaren Hallenboden, und der Anschluss an die vorhandene Linie wurde als erstes festgelegt und das Layout rückwärts entworfen.

Frühzeitige Erkennung, intelligente Sortierung und sichtbare Prozessdaten folgten demselben Prinzip. Sobald Kantenbearbeitung, Nutenbearbeitung und Seilsäge-Bodenschnitt in eine Linie integriert waren, musste das Team nachvollziehen können, an welcher Station Blöcke nachrückten, an welcher Stelle die Taktzeit variierte und wo sich Störungen häuften – bevor diese sich zu einem Produktionsstopp verdichteten. Eine Linie, deren Prozesswerte sichtbar sind, ist wesentlich leichter zu steuern als eine, bei der Abweichungen erst am Ende auffallen.

Kathodenkohlenblock-Bearbeitungslinie: Betriebssicherheit nach Inbetriebnahme

Die erste Sequenz, die stabilisiert wurde, waren Ausrichtung und Prüfung am Linieneingang. Sobald diese konstant liefen, verzeichnete die Kantenbearbeitungsstation keine Lageabweichungen mehr, die bislang wiederholt manuelle Nachjustierungen erforderten. Nach der Kantenbearbeitung folgte die Nutenbearbeitung: Durch sauber geführte Blöcke erzielte die Mehrblattsäge gleichmäßigere Geometrien ohne zusätzliche Schichtkorrekturen, die zuvor produktive Zeit gekostet hatten.

Beim Erreichen eines gleichmäßigen Betriebspunktes zeigte sich ein klarer Trend: Weniger manuelle Eingriffe zwischen den Stationen, weniger weitergegebene Abweichungen von der Kantenbearbeitung zur Nutenbearbeitung, und konstante Taktung für den Seilsäge-Bodenschnitt. Für den Kunden lag der Maßstab für den Erfolg nicht allein im Durchsatz, sondern darin, ob die installierte Linie eigenständig arbeitete, alle Daten auslesbar und steuerbar waren und somit keine ständige Anwesenheit eines spezialisierten Bedieners je Übergabepunkt erforderlich war. Nach diesem Maßstab wurde das Ziel erreicht.