Der globale Markt für nukleare Stilllegung erreichte 2024 ein Volumen von USD 7,2 Milliarden und wird bis 2035 voraussichtlich mit einer CAGR von 5,65 % wachsen. In Europa, Nordamerika und Asien gehen Dutzende kommerzielle Reaktoren, Forschungsanlagen und Brennstoffkreislaufwerke von der Planung in die aktive Demontage über – getrieben durch Betriebsende, gesetzliche Vorgaben und nationale Energiewenden. Die praktische Arbeit des Schneidens und Segmentierens kontaminierter Strukturen bleibt eine der technisch anspruchsvollsten Phasen jedes Stilllegungsprogramms.
Was das Schneiden auf nuklearen Standorten kennzeichnet, sind nicht die Werkstoffe selbst – bewehrter Beton, Baustahl und Graphit werden auch in anderen Branchen geschnitten. Es sind die überlappenden betrieblichen Rahmenbedingungen, die bestimmen, wie geschnitten werden muss: Abfallregelungen, Dosislimits für das Personal, Zugangsgeometrien und Abfallklassifizierungsgrenzen. Diese Faktoren beeinflussen die Anlagenwahl deutlich stärker als die reine Schneidleistung.